Träger der Prüfungen sind die IHKs. Sie bereiten derzeit die theoretischen und praktischen Prüfungen vor. Die IHK regelt das Prüfungsverfahren durch Satzungen (wie z.B. bei GGVSE/ADR).

Sachstand

Prüfungsort:

Wohnsitzprinzip (§§ 1 Abs. 4, 2 Abs. 5 BKrFQV)

Prüfungsintervalle:

mind. ¼ -jährlich (§§ 1 Abs. 4, 2 Abs. 5 BKrFQV)

Prüfungssprache:

Ausschließlich Deutsch

Wiederholung:

Keine Rechtsgrundlage für Beschränkung („Berufsfreiheit“)

Mindestalter:

keine spezielle Regelung, abhängig von § 10 FeV

Prüfungsvarianten

Grundqualifikation

1. Zulassungsvoraussetzungen:

Nur die erforderliche Fahrerlaubnis, da keine Ausbildung vorgeschrieben ist.

2. Prüfungsdurchführung theoretische Prüfung
  • 240 Minuten
  • Schriftliches Prüfungspaket, dreiteilig:
      • Multiple-Choice-Fragen
      • Offenen Fragen
      • Erörterung von Praxissituationen
3. Prüfungsdurchführung praktische Prüfung

Drei Teile – werden als geschlossene Prüfungseinheit gewertet:

  • 120 Min. Fahren im Verkehrsraum
  • 30 Min. praktischer Teil
  • 60 Min. Bewältigung kritischer Situationen auf leistungsfähigem Gelände oder leistungsfähigem Simulator

Beschleunigte Grundqualifikation

1. Zulassungsvoraussetzungen:
  • Lehrgangsbestätigung im Original von anerkannter Ausbildungsstätte
  • Besitz der Fahrerlaubnis nicht erforderlich (§ 2 Abs. 1 BKrFQV)
2. Prüfungsdurchführung (nur theoretische Prüfung)
  • 90 Minuten
  • Schriftliches Prüfungspaket, zweiteilig:
  • Multiple-Choice-Fragen
  • Offenen Fragen

Bewertung

Theoretische und praktische Prüfung werden eigenständig abgewickelt und gewertet. Die Bewertung erfolgt auf Grundlage eines Punktsystems.

Nachweis

  • Bei Bestehen Nachweis durch IHK zur Vorlage bei Fahrerlaubnisbehörde (§ 5 Abs. 1 Nr. 1 BKrFQV)
  • Dokumentation – Nachweis (§ 5 BKrFQV)
  • Grundqualifikation und Weiterbildung werden durch den Eintrag der Schlüsselzahl „95“ auf dem Führerschein nachgewiesen. (Beispiel: 95.01.01.2012)